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HTS Holz-Treppen-Stufen

HTS Panknin

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Heim­werkerTreppenstufen selbst gestalten
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Treppenstufen selbst austauschen — Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ihr Stufenprojekt in Eigenregie – Wir helfen Ihnen

Egal, ob du eine Betontreppe oder eine Metallunterkonstruktion hast – das Austauschen oder Anbringen von neuen Holzstufen ist ein Projekt, das mit der richtigen Anleitung gut gelingen kann. In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deine Treppenstufen präzise ausmisst, das passende Material auswählst, dein Design im Konfigurator erstellst und schließlich die Stufen professionell montierst.

Mit unseren Tipps und verständlichen Erklärungen wirst du sicher durch den gesamten Prozess geführt. So kannst du deine Treppenstufen individuell gestalten und perfekt an deine Anforderungen anpassen. Folge einfach den einzelnen Schritten, und schon bald kannst du deine neuen, selbst montierten Treppenstufen genießen.

Schritt für Schritt Anleitung

Inhaltsverzeichnis

  • Schritt 1: Treppenstufen ausmessen
  • Schritt 2: Steigungsverhältnisse berechnen & ausgleichen
  • Schritt 3: Setzstufen bestimmen
  • Schritt 4: Stufen herstellen oder bestellen
  • Schritt 5: Montage der Holzstufen
  • Schritt 6: Nachbehandlung und Pflege
  • Glossar
  • Normen und Regelmaße (DIN 18065)

Das brauchst du – Material & Werkzeug

Material

  • Neue Treppenstufen (z.B. aus Eiche, Buche)
  • Passender Montagekleber oder Bauschaum
  • Schrauben (falls zur Befestigung notwendig)
  • Grundierung für den Untergrund
  • Silikon oder Acryl zum Abdichten der Fugen

Werkzeug

  • Zollstock & Winkelmesser
  • Wasserwaage
  • Stichsäge oder Handkreissäge für Anpassungen
  • Akkuschrauber
  • Kartuschenpresse für Kleber und Dichtstoff
  • Cuttermesser
  • Schutzausrüstung (Handschuhe, Schutzbrille)
Schritt 1

Treppenstufen ausmessen

Bevor du deine neuen Treppenstufen bestellst, ist es entscheidend, die genauen Maße zu ermitteln. Keine Sorge, das schaffst du! Nutze hierfür unser Aufmaßblatt, um alle Maße strukturiert zu notieren und später einfach in den Konfigurator zu übertragen.

1.1 Vorhandene Stufen nachmessen (Abpauschen)

→ Gerade Stufen (rechteckig)
  • Miss Breite und Tiefe der Stufe. Diese Maße enthalten bereits den Stufenüberstand (z. B. 900 × 280 mm).
→ Gezogene Stufen (nicht rechteckig)
  • Nullpunkt (P0) festlegen: Der absolute Nullpunkt (P0) ist immer die linke Ecke an der Vorderkante der Stufe.
  • Ecken im Uhrzeigersinn messen: Von P0 misst du die x‑ und y‑Koordinate zu jeder Ecke der Stufe – immer im Uhrzeigersinn (P1, P2, …). Trage alle Koordinaten in das Aufmaßblatt ein.

1.2 Auflageflächen ohne Stufen bestimmen

→ Gerade Auflageflächen
  • Miss die Breite und Tiefe zwischen den Tragkonsolen oder Wänden.
  • Miss die Länge der Auflagefläche so genau wie möglich. Im Konfigurator wird später der Überstand (Unterschneidung) an der Vorderkante hinzugefügt oder angepasst.
→ Unregelmäßige Auflageflächen
  • Nutze ebenfalls das Koordinatensystem. Der Nullpunkt (P0) liegt an der linken Ecke der Vorderkante der Auflagefläche.
  • Miss von dort die x-/y‑Koordinaten aller Ecken im Uhrzeigersinn – so sind die Abmessungen eindeutig definiert.

Falls du dir beim Koordinatensystem unsicher bist, nutze unsere kurze, verständliche Hilfestellung:

▸ Hilfestellung: Das Koordinatensystem verstehen
Wenn du deine Treppenstufen ausmisst, verwenden wir ein Koordinatensystem, um die Positionen der Ecken genau zu bestimmen. Das funktioniert folgendermaßen:

[Platzhalter: Diagramm des Koordinatensystems]

  • Stell dir vor, du blickst von oben auf die Stufe – das nennen wir Draufsicht.
  • Jede Stufe hat eine Vorderkante, und der Startpunkt (P0) ist die vorderste linke Ecke dieser Kante. Das ist der Punkt, an dem du beginnst.
  • Die x-Achse verläuft von links nach rechts, entlang der Vorderkante der Stufe.
  • Die y-Achse verläuft von vorne nach hinten, also in die Tiefe der Stufe.
  • Miss die x- und y-Koordinaten jeder Ecke im Uhrzeigersinn, beginnend bei P0.

Mehr dazu im Video

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube (Google) übermittelt. Datenschutzerklärung von YouTube

Tipp: Fiktiver Nullpunkt
Für schwer zugängliche Punkte (z. B. in einer engen Ecke) kannst du einen fiktiven Nullpunkt auf der gut erreichbaren Vorderkante festlegen. Miss von dort Strecke und Winkel zum schwer erreichbaren Eckpunkt. Wichtig: Notiere die Verschiebung auf der x‑Achse (z. B. ‚Nullpunkt um +200 mm nach rechts verschoben'). Der Konfigurator berechnet daraus automatisch die korrekten Koordinaten.
Schritt 2

Steigungsverhältnisse berechnen & ausgleichen

Ein gleichmäßiges Steigungsverhältnis ist entscheidend für die Sicherheit und den Komfort deiner Treppe. Um Verwechslungen zu vermeiden: Eine Stufe ist das Bauteil, das du betrittst, während eine Steigung den reinen Höhenunterschied beschreibt. Hier lernst du, wie du die ideale Steigung berechnest und Abweichungen professionell ausgleichst.

Wichtig (DIN 18065)
Die Differenz der Steigungshöhen zwischen benachbarten Stufen darf maximal 5 mm betragen. Auch der Unterschied zwischen der niedrigsten und der höchsten Stufe im gesamten Treppenlauf darf 5 mm nicht überschreiten.

2.1 Ideale Steigungshöhe berechnen

Teile die gesamte Geschosshöhe durch die Anzahl der Steigungen, um die ideale Steigungshöhe zu ermitteln.

Formel
Steigungshöhe = Geschosshöhe / Anzahl der Steigungen
Schrittmaßregel: 2 × Steigungshöhe (h) + Auftritt (a) ≈ 60–65 cm.
→ Messen der Steigungshöhe

Miss die Steigungshöhe von der waagerechten Auflagefläche der unteren Stufe bis zur waagerechten Auflagefläche der darüberliegenden Stufe (90° senkrecht).

  • Alternativ: von Oberkante zu Oberkante, sofern die Ausrichtung stimmt.
  • Messungen immer im rechten Winkel durchführen, um präzise Werte zu erhalten.

[Platzhalter: Skizze zur Messung der Steigungshöhe]

2.2 Steigungshöhen ausgleichen

Sind die vorhandenen Steigungen ungleichmäßig, gleiche sie vor der Montage an.

→ Methode 1: Ausgleich mit Holz und Unterlegplättchen
  • Lege Holzleisten oder Balken von der Hinterkante bis zur Vorderkante auf die gereinigte Auflagefläche (links und rechts jeweils ca. 15 cm vom Rand in Richtung Mitte).
  • Richte die Unterlagen mit Unterlegplättchen exakt waagerecht aus; kontrolliere mit Wasserwaage.
  • Unterkonstruktion kleben oder verschrauben.

[Platzhalter: Skizze zum Ausgleich mit Holz/Plättchen]

→ Methode 2: Ausgleich mit Estrich oder Spachtelmasse
  • Auflagefläche verschalen und mit Estrich oder standfester Spachtelmasse auffüllen.
  • Nach dem Aushärten Oberfläche plan schleifen.

[Platzhalter: Skizze zum Ausgleich mit Estrich/Spachtelmasse]

Tipp & Trick
Kleinere Höhenkorrekturen lassen sich auch über unterschiedliche Stufendicken erzielen. Beispiel: 2 cm Stufe mit 4 cm Abkantung wirkt wie 4 cm stark und gewinnt 2 cm Höhe. Wichtig: Dünnere Stufen immer vollflächig verkleben, um ein Verziehen zu verhindern.
Hinweis zur Unterkonstruktion
Ist die Treppenkonstruktion schräg oder uneben, müssen Neigungen beim Messen berücksichtigt werden. Stufen dürfen im eingebauten Zustand nicht schräg sein – ggf. Vorarbeiten zum Nivellieren einplanen.
Schritt 3 · optional

Setzstufen bestimmen

Planst du eine geschlossene Treppe mit Setzstufen, findest du hier die kompakten Schritte zum richtigen Aufmaß. Für eine offene Treppe ohne Setzstufen kannst du diesen Schritt überspringen.

3.1 Steigungshöhe jeder einzelnen Stufe messen

→ Nummerierung der Setzstufen
  • Die Setzstufe n bezieht sich auf die Trittstufe n darüber. Setzstufe 1 sitzt unter Trittstufe 1, usw.
→ Messen der Steigungshöhe (senkrecht)

Miss die Höhe für die Setzstufe im rechten Winkel (senkrecht) zwischen den bereits nivellierten Auflageflächen zweier übereinanderliegender Stufen. Dieses Maß sollte deiner berechneten Steigungshöhe entsprechen.

  • Alternativ: von Oberkante zu Oberkante messen, sofern die Ausrichtung korrekt ist.
  • Messungen stets im rechten Winkel durchführen.

[Platzhalter: Skizze zur Messung der Setzstufenhöhe]

Hinweis
Details zu Toleranzen (max. 5 mm Differenz) und messtechnischen Vorgaben findest du in Schritt 2.
Wenn Höhen nicht passen
Sollten einzelne Steigungshöhen abweichen, gleiche diese an wie in Schritt 2.2 beschrieben (z. B. Holzleisten/Plättchen oder Estrich/Spachtelmasse). Setzstufen dürfen im eingebauten Zustand nicht schräg sein.
Schritt 4

Stufen herstellen oder bestellen

Sobald alle Maße final sind, geht es an die Umsetzung. Ob du die Stufen von uns passgenau anfertigen lässt oder sie selbst herstellst – hier findest du die wichtigsten Hinweise für beide Wege.

Profi-Tipp: Zuerst 1:1-Papierschablonen bestellen!
Um teure Messfehler zu vermeiden, empfehlen wir, vor der finalen Produktion Papierschablonen zu bestellen. Diese 1:1-Ausdrucke deiner Stufen legst du auf die Treppe und prüfst, ob alle Maße und Überstände perfekt passen. So sparst du Zeit, Geld und Nerven.

[Platzhalter: Foto von Papierschablonen auf einer Treppe]

Stufen bestellen

  • Nach der Schablonen-Prüfung die Produktion freigeben.
  • Wir fertigen passgenau, mit gerundeten Kanten und gewünschter Oberfläche.

Stufen selbst herstellen

  • Schablone auf das Holz kleben und Konturen übertragen.
  • Stufen aussägen, Kanten fräsen und schleifen.
  • Oberfläche behandeln (ölen oder lackieren).
Schritt 5

Montage der Holzstufen

Deine Stufen sind fertig zugeschnitten und oberflächenbehandelt. Jetzt geht es an die Befestigung. Ob du klebst oder schraubst – eine saubere Vorbereitung und die richtige Technik sorgen für ein stabiles und langlebiges Ergebnis.

5.1 Untergrund reinigen

Entferne Staub und Schmutz von den Auflageflächen. Eine saubere, tragfähige Fläche ist die Grundlage für eine langlebige Montage.

5.2 Befestigung wählen

  • Kleben (empfohlen): Trage Montage- oder Parkettkleber auf die Unterkonstruktion auf. Setze die Stufe auf und lasse 1–3 mm Abstand zu den Wänden (Dehnungsfuge). Kleben sorgt für eine saubere Optik ohne Schrauben und verbessert den Schallschutz.
  • Schrauben: Bohre die Stufen vor. Lege Gummi- oder Dämmstreifen zwischen Stufe und Untergrund, um Knarrgeräusche zu vermeiden. Verwende passende Schrauben mit Unterlegscheiben.

[Platzhalter: Skizze der Klebe- vs. Schraubmontage]

5.3 Überstand prüfen

Achte bei der Montage darauf, dass der geplante Überstand an der Vorderkante gleichmäßig ist.

Wichtig
Dünnere Stufen müssen immer vollflächig verklebt werden, um ein Verziehen zu verhindern.
Schritt 6

Nachbehandlung und Pflege

Damit deine neuen Treppenstufen lange schön bleiben, ist die richtige Pflege entscheidend. Hier sind die wichtigsten Tipps, um die Oberfläche zu schützen und die Lebensdauer deiner Treppe zu maximieren.

6.1 Oberflächenschutz

  • Geölt: Regelmäßig nachölen, um den Schutz und die Optik zu erhalten.
  • Lackiert: Bei Bedarf anschleifen und neu lackieren.

6.2 Reinigung

Mit einem leicht feuchten Tuch wischen. Stehende Nässe unbedingt vermeiden.

6.3 Kontrolle

Verschraubte Stufen gelegentlich auf festen Sitz prüfen.

Glossar

Verstehe die Fachsprache der Treppenplanung. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe, damit du bei jedem Schritt den vollen Durchblick behältst.

Stufe

Bauteil der Treppe, das betreten wird. Besteht aus der waagerechten Trittstufe und optional der senkrechten Setzstufe.

Steigung (h)

Senkrechter Höhenunterschied von einer Trittfläche zur nächsten. Die Anzahl der Steigungen ist in der Regel um eins höher als die Anzahl der Trittstufen, da der letzte Schritt auf die Ebene des Obergeschosses ebenfalls eine Steigung ist.

Auftritt (a)

Tiefe der Trittstufe, das waagerechte Maß von der Vorderkante einer Stufe zur Vorderkante der nächsten.

Geschosshöhe

Gesamter Höhenunterschied, den die Treppe überwindet – vom fertigen Fußboden unten zum fertigen Fußboden oben.

Unterschneidung / Stufenüberstand

Überstand der Trittstufe über die darunterliegende Stufe oder Setzstufe. Vergrößert die gefühlte Trittfläche und erhöht die Sicherheit.

Normen und Regelmaße (DIN 18065)

Die DIN 18065 legt die wichtigsten Maße für Treppen fest, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten. Hier findest du eine Übersicht der zentralen Vorgaben, die du bei deiner Planung berücksichtigen solltest.

  • Steigung (h): 14–20 cm
  • Auftritt (a): 23–27 cm
  • Laufbreite: mind. 80 cm (bei ≤ 2 Wohnungen)
  • Unterschneidung: bei Auftritt ≤ 26 cm gilt: a + u ≥ 26 cm
  • Toleranzen: max. 5 mm Abweichung vom Nennmaß (zwischen benachbarten Stufen und über den gesamten Treppenlauf)
  • Lichte Durchgangshöhe: mind. 200 cm

Fazit

Mit exaktem Aufmaß, sorgfältiger Planung und einer sauberen Montage entsteht eine Treppe, die sicher, komfortabel und ästhetisch ist. Unsere 1:1‑Papierschablonen und der Konfigurator helfen dir dabei, Fehler früh zu erkennen und perfekte Ergebnisse zu erzielen.

Halte dich an die Schritte dieser Anleitung – dann steht deinem erfolgreichen Treppenprojekt nichts im Wege.

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