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HTS Holz-Treppen-Stufen

HTS Panknin

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Eingestemmte Wangentreppe (Klassische Bauart) — Grundriss-Variante

Kategorie: Grundriss-Variante

Die klassische Holztreppe schlechthin: Stufen verschwinden seitlich in den Wangen — wie HTS sie aus Eiche, Buche oder Esche fertigt.

Definition

Bei der eingestemmten Wangentreppe sitzen Tritt- und Setzstufen beidseitig in vertieften Nuten der Holzwangen und werden dort kraftschlüssig festgehalten. Geläufige Synonyme sind „gestemmte Treppe" oder „klassische Wangentreppe". Diese Bauart gilt als traditionellste Form der Holztreppe und prägt das Bild solider Wohntreppen seit Generationen: zwei seitliche Wangen tragen die ringsum eingelassenen Stufen und bilden eine geschlossene, ruhige Stirnseite. Die Setzstufen schließen die Lücken zwischen den Auftritten und versteifen das Gefüge zu einem räumlichen Tragwerk, das Lasten gleichmäßig auf alle Bauteile verteilt.

Einordnung & Relevanz

In der Wohnbau-Praxis ist die eingestemmte Variante der Klassiker für Massivholztreppen im Innenraum. Die Stufenenden liegen 15 bis 20 Millimeter tief in den Wangen, oben und unten bleibt jeweils ein Wangenbesteck von mindestens 40 Millimetern stehen. Im Unterschied zur aufgesattelten Wangentreppe, bei der die Trittstufen sichtbar auf einer zahnförmig ausgeschnittenen Wange aufliegen, verschwinden die Stufenenden hier vollständig im Holz — das ergibt eine geschlossene, optisch beruhigte Treppenflanke. Auch gegenüber der halbgestemmten Treppe (ohne Setzstufen) und der eingeschobenen Treppe besteht ein klarer Unterschied: nur die voll gestemmte Bauart bindet beide Stufenarten in beide Wangen ein und sorgt damit für die höchste Verbundsteifigkeit. An die Treppenhauswand grenzt die Wandwange, an der offenen Seite trägt die Freiwange — beide werden bei der Holzauswahl unterschiedlich behandelt, weil die Freiwange beidseitig sichtbar bleibt.

Normen & Vorgaben

Für Holztreppen in Wohnhäusern gelten die Anforderungen der DIN 18065 (Mindestmaße, Steigung, Auftritt, Geländer). Bei öffentlich zugänglichen oder barrierefrei geplanten Lagen kommt DIN 18040 hinzu. Konstruktive Mindestquerschnitte der Wangen ergeben sich aus dem Regelwerk Holztreppenbau: bei gestemmten Treppen mit Setzstufen liegt die Wangenhöhe typischerweise bei 275 Millimetern, die Dicke bei 45 Millimetern; ohne Setzstufen sind 260 mal 50 Millimeter üblich. Diese Werte tragen Stützweiten bis rund 4,75 Meter bei maximal 18 Steigungen ohne Zwischenpodest. Größere Läufe werden über ein Zwischenpodest oder kräftigere Querschnitte aufgelöst.

HTS-Praxis

Wir fertigen eingestemmte Wangentreppen überwiegend aus Eiche, Buche, Esche oder Ahorn, auf Wunsch auch in Nussbaum oder Räuchereiche. Die Stufenstärke beträgt bei HTS regelmäßig 40 bis 50 Millimeter, Setzstufen 14 bis 20 Millimeter. Die Nuten in den Wangen werden auf dem CNC-Bearbeitungszentrum gefräst — Stufenausnehmungen, Geländerbohrungen und Außenkontur entstehen in einem Aufspannvorgang über Vakuumtechnik, was extrem maßgenaue Nuten und passgenaue Stufen ermöglicht. Zusammengezogen wird die Konstruktion mit drei bis vier Spannschrauben (M10 bis M13) pro Lauf, mittig unter dem Trittstufenniveau geführt und an den Freiwangen mit eingedrehten Rosetten sauber abgedeckt. Eine leichte Überhöhung der Stufenfederkante von ein bis zwei Millimetern beim Verleimen verhindert späteres Knarren. Bei gewendelten Läufen werden die Spannschrauben gekröpft, damit Muttern rechtwinklig zur Freiwange sitzen. Oberflächen liefern wir geölt, gewachst, gebeizt oder lackiert — passend zum Bodenbelag und zur Innenraumgestaltung.

Verwandte Begriffe

Verwandte Begriffe: Wangentreppe (Oberbegriff), Aufgesattelte Wangentreppe, Halbgestemmte Treppe, Wangenbesteck, Spannschraube (Treppenbau), Freiwange (Lichtwange).

Weiterlesen

  • Massivholztreppen nach Maß →

    Alles zu Bauarten, Materialien, Oberflächen und Prozess auf einer Seite.

  • Treppenstufen-Austausch und Sanierung →

    Beton-Verkleidung, Metall-Sanierung und Einzelstufen-Austausch.

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